Kann man im Wald baden?

Bilder von tiefgrünen Wäldern, uralten Bäumen und mystischen Lichtungen begegnen uns dieser Tage in zahlreichen Magazinen und auf Buchumschlägen. Der Wald scheint in aller Munde zu sein. Berechtigterweise, ist er doch der Inbegriff der Natur, von Sinneserfahrung und seelischer Entspannung!  


Unter den Bäumen scheint die Brust sich zu weiten, der Kopf wird frei, das Herz leicht, und die Welt ist in Ordnung. Genau daran knüpft der neueste Trend zum Thema Wald an: Waldbaden. Was versteckt sich dahinter? Shinrin Yoku, wie Waldbaden in Japan, dem Ursprungsland dieser Bewegung, genannt wird, ist dort fester Bestandteil des Gesundheitswesens. Jeder Waldbesucher spürt intuitiv mit allen Sinnen den wohltuenden Effekt, den ein Spaziergang im Wald hat. Nun konnte wissenschaftlich bewiesen werden: Der Wald und »Baden in der Atmosphäre des Waldes« (das bedeutet Shinrin Yoku wörtlich) haben eine heilende Wirkung. Und so wundert es nicht, dass der Wald als Ressource für Gesundheit und Wohlbefinden in den Fokus rückt.

 Teil kultureller Identität

Schon immer nimmt der Wald eine zentrale Rolle in unserer Kultur ein. Er ist Nahrungs- und Rohstofflieferant, eignet sich als Versteck und Rückzugsort, ist Motiv in Malerei und Literatur und dient immer noch manchen als spirituelles Zentrum. Schon die Germanen beteten in ihren heiligen Hainen, und auch das Christentum erkennt noch heute in der Natur das Göttliche. Doch man muss kein spirituell Suchender sein, um die Kräfte zu spüren, die dem Wald innewohnen. Sein Grün beruhigt die Augen und die durch den Alltagsstress gespannten Nerven, sein federnder Boden ist eine Wohltat für den an Asphalt gewöhnten Fuß, und seine reine, frische, sauerstoffgesättigte Luft nährt den gesamten Organismus. Doch der Wald kann mehr. Eine Fülle wissenschaftlicher Studien unter mauert die Erkenntnis, dass sich die Botenstoffe, mit denen Bäume und Pflanzen miteinander kommunizieren, besonders positiv auf das menschliche Immunsystem auswirken und einen heilenden Prozess in unserem Körper in Gang setzen. So erklären sich Statistiken, die zeigen, dass die Krebs rate bei Menschen, die in Wald nähe leben, deutlich niedriger ist, und das Herzinfarktrisiko sinkt.

„Sinnvolles“ Walderleben

Angesichts der vielen Meldungen über das Wunder Wald sollten wir wieder häufiger den Weg in das belebende Grün suchen. Der bewusste Gang durch den Wald hilft uns besonders in Zeiten von Stress und innerer Unruhe, Entspannung zu erfahren. Mit ihrem liebevoll gestalteten Werk »Das kleine Buch vom Waldbaden«, erschienen im Scorpio Verlag, entführt uns Bettina Lemke in die mystische Welt der Natur. Sie beschreibt, wie wir mithilfe von Achtsamkeitstraining und Entspannungstechniken wie Barfußgehen oder bewusster Atmung die heilsame Kraft des Waldes bewusst nutzen können. © Dorthe Teßarek

Bettina Lemke

ist Autorin, Herausgeberin, Lektorin und Übersetzerin. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit östlichen Weisheitslehren und schrieb erfolgreiche Bücher wie »Der kleine Taschenbuddhist« und »Ikigai. Den Sinn des Lebens im Alltag fi nden«. Bettina Lemke lebt im Süden Münchens und verbringt regelmäßig Auszeiten im Bayerischen Wald und in Irland.

Waldbaden: Der große neue Trend aus Japan

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